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| Messdienerfahrt 2006 |
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| 03. bis 10. Oktober auf der Burg Lohra |
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| Hogwart’s Schüler eine Woche lang auf Klassenfahrt auf der Burg Lohra |  |
Die diesjährige Messdienerfahrt vom 3.10-10.10 ging auf die Burg Lohra.
Unsere Schlafmöglichkeiten waren in zwei große und drei kleine Häuser mit dem lustigen Namen „Eseltreiberhäuser“ unterteilt. Die Burg stand uns für Aktionen wie z.B. den Festabenden und Abendrunden zur Verfügung.
Außerdem gehörte zum Burggelände eine kleine Kapelle, in der unser Vikar Sven Hofmann täglich eine Andacht stattfinden ließ.
Am ersten Abend warteten die Kinder versammelt draußen vorm Haus gespannt darauf, nun endlich das Motto der Fahrt zu erfahren. Da erschienen plötzlich aus dem Nichts dunkle, mysteriöse Gestalten, wie sie sie zuvor noch nie gesehen hatten, einige kamen sogar auf einem Besen angeflogen. Sie trugen schwarze Hüte und schwarze Umhänge. Beim genauerem Hinsehen stellte man plötzlich fest: Das sind ja Zauberer! Und nicht irgendwelche, nein, das Lehrpersonal der bekannten Zauberschule Hogwarts! Sogar der grimmige Hausmeister Mr Filch, die Maulende Myrte, die Krankenschwester Mrs Pomfrey und ein Dementor waren dabei.
Schnell stellten alle fest: Das Motto der diesjährigen Fahrt lautet „Harry Potter“.
Der erste Tag startete mit dem Leitersuchspiel. Die Leiter schlüpften in Rollen, darunter ein Arzt, ein Liebespaar, eine alte Frau etc. Die Kinder mussten in ihren Kleingruppen verschiedene Aufgaben erfüllen. Ziel war es, am Ende ein vollständiges Puzzle zu erhalten. Nachmittags fanden wie in jedem Jahr IGs statt. Dieses Jahr im Angebot: ein Tanzkurs, Traumfänger, Freundschaftsbänder, Banner malen, Pokern, Kochen, Der Heiße Draht, einen Film drehen und Bienchen aus Styroporkugeln basteln. Abends konnte man sich auf der Beauty-Farm verwöhnen lassen oder sich alternativ beim Spielabend vergnügen.
Am Donnerstag fand das legendäre Quidditch-Turnier statt, natürlich in leicht abgewandelter Form, da die Zauberschüler des Besen Fliegens zu dem Zeitpunkt noch nicht mächtig waren. Im Anschluss konnte man sich zwischen diversen Sportarten wie Baseball, Fußball und Volleyball entscheiden.
Abends veranstalteten wir die Wahl zum Mr. & Mrs. Potter. Die Kandidaten hatten äußerst schwierige Aufgaben zu bewältigen, u.a. mussten die Jungs Eiweiß steif schlagen und die Mädchen konkurrierten in einer Modenschau.
Am Freitag machten wir uns früh morgens auf den Weg ins wunderschöne Göttingen. Allein die Busfahrt war den Ausflug wert, da es an Stimmungsliedern, die alle lauthals mitsangen (oder eher grölten?) wirklich nicht mangelte. In Göttingen angekommen, wurde uns die Stadt von sehr netten Reiseführerinnen gezeigt. Eine der Damen wohnte sogar mal in Verl, die Welt ist klein … Wir schauten uns also die Kirchen, Denkmäler und anderen schönen Fleckchen der Stadt an und entspannten im Anschluss bei einem netten Bummel durch die Stadt. Ein typisches Mitbringsel war natürlich der original Göttinger Baumkuchen. Mmmmhhhh, lecker! Der Spaß hatte auch auf dem Rückweg zum Bus kein Ende. Die Passanten staunten nicht schlecht, als plötzlich die gesamte Truppe schrie: „Gebt mir ein H!“ „HHHHHHHHH!“ „Gebt mir ein U!“ „UUUUUUUUU!“ (Naja, ihr wisst ja was ich meine ;) ) und danach unser aller Lieblingslied „Großer Gott wir loben dich“ anstimmte.
Zurück auf der Burg bereiteten sich alle auf die große Party vor, die am Abend steigen sollte. Denn auch wenn sich alle so fühlten, als wären wir gerade erst angekommen, war die Hälfte der Woche schon um und damit Zeit für das Bergfest. Der Hauptprogrammpunkt: Die Kleingruppen traten beim Karaoke-Singen gegeneinander an. Mit Songs wie „Mein Knallrotes Gummiboot“ oder „Barbie-Girl“ versuchten diese die knallharte Jury zu überzeugen. Danach wurde getanzt, gesungen, gelacht und vor allem: geklatscht. Das Klatschen entwickelte sich übrigens schnell zum Trend Nr. 1 der MDF2006. Dann standen alle im Kreis und klatschten locker ein Lied durch oder einer fing grundlos an zu klatschen und alle stiegen ein. Da sieht man mal wieder, mit wie wenig Aufwand man für Unterhaltung sorgen kann.
Am nächsten Morgen fuhren wir ins Schwimmbad. Dort nutzten wir vor allem die super Wasserrutsche und spielten in einem der Becken Wasserball. Da ging es bei Leiter vs. Minis oder auch Mädchen vs. Jungs richtig rund.
Nachmittags nutzten wir das Burggelände zum Haus-Würfel-Zahlen-Spiel. Eine sehr beliebte Aufgabe war dabei: Alle legen sich auf den Rücken und strampeln wie ein Käfer mit Armen und Beinen! Das war ein lustiger Anblick, vor allem für die Leiter.
Den Abend verbrachten wir am Lagerfeuer, hörten uns dabei Gruselgeschichten an und sangen beliebte Lieder aus der Mundorgel.
Den Tag ließen wir mit der liturgischen Nacht ausklingen, die auf jeden Fall ein Highlight war. Denn wir oft feiert man schon mitten in der Nacht eine Messe und dann auch noch bei Kerzenschein?! Wow!
Danach war dann aber endgültig Nachtruhe und alle legten sich schlafen. Hehe, Pustekuchen!!! Als jeder endlich so gerade eingenickt war, ging plötzlich der Lärm los. Wir sollten uns warm anziehen. Hä? Ist doch noch mitten in der Nacht! Och nöö, Nachtwanderung… Und auf ging’s, mitten durch die dunklen Wiesen und Felder rund um die Burg. Doch schnell stellten wir fest: wir waren nicht allein. Erst standen wir plötzlich vor einer brennenden Kerze und als wir skeptisch weitergingen fuhr plötzlich mit rasender Geschwindigkeit ein unbekannter Bulli an uns vorbei. Angst und Schrecken machten sich breit, als wir dann auch noch den finsteren Wald betraten. Blaue Lichter und hastige Bewegungen im Busch ließen schnell auf die Anwesenheit von Aliens schließen. Doch das war ja noch gar nicht alles. Als wir wieder auf einer Wiese waren, erkannten wir plötzlich eine verlassene Person am Wegesrand. Wir staunten nicht schlecht, als wir diese als unsere Mühle identifizierten, der uns mit den Worten „Da seid ihr ja endlich, ich warte hier schon seit einer halben Stunde“ begrüßte. Mühle (alias Sebastian Mühlenkord) wurde entführt und keiner hat’s gemerkt! Wieder im Haus angekommen wärmten wir uns noch kurz bei Kakao und Kuchen auf und holten uns dann unsere wohlverdiente Mütze Schlaf.
Traditionell gab es natürlich am Morgen nach der Nachtwanderung Frühmi. Das heißt, alle konnten ausschlafen und der Tisch war von morgens bis mittags gedeckt. Am Nachmittag hatten die Kleingruppen beim Rollenspiel ein kniffliges Rätsel zu lösen. Des Rätsels Lösung kamen sie durch Aufgaben auf die Spur, die sie vom Hogwarts-Lehrpersonal bekamen. So mussten z.B. Zaubersprüche einstudiert oder Zaubertränke gemixt werden.
Abends verspielten oder verdienten wir alle unser Geld im Casino beim Roulette oder Karten Spielen. Gut, dass es nur Spielgeld war …
Schon war der letzte Tag gekommen. Das ging ja schneller, als wir dachten! Morgens führten wir zunächst unsere IGs fort, wo wir unsere heißen Drähte und die Bienchen fertig bastelten und unsere Tanzkünste perfektionierten. Selbstverständlich wurde auch ein Banner gemalt, auf dem alle Minis unterschrieben.
Am Nachmittag war Action angesagt. Beim Schmuggelspiel mussten die Polizisten die Drogenschmuggler fangen. Einige Schmuggler hatten Erfolg. Der Rest musste zur Strafe u.a. auf der Stelle hüpfen und singen „Ich bin eine Kohlroulade“. Auf was für merkwürdige Ideen wir Leiter doch manchmal kommen.
Zum Abendessen erschien die gesamte Gruppe in Abendkleidung. Für jeden war sogar persönlich ein Platz reserviert. Alle schlugen sich beim Bankett den Bauch voll. Mann, war das lecker!
An dieser Stelle möchte ich übrigens den Kochfrauen Frau Dresselhaus und Annika danken. Das Essen war wie immer die ganze Woche über der HAMMER!
Am Abend stieg natürlich eine fette Abschiedparty. Wie schon beim Bergfest wurde getanzt, gesungen, gelacht – und geklatscht ;)
Und dann kam Dienstag. Abreisetag :*( Das bedeutete: Koffer packen, aufräumen und sauber machen bis der Bus kam.
Das war’s mal wieder. Die Klassenfahrt der Hogwarts-Schule ging zu Ende. Da helfen auch die ganzen Zauberkünste nichts!
Da bleibt mir wohl nur noch zu sagen: Bis zum nächsten Mal!
(HG) |
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